Eine Fotobox ist kein Gehäuse mit einer Kamera darin. Auf dem Gerät liegen drei Schichten übereinander, und auf dem Server steht das Portal. Was jede davon macht, steht hier.

1

Aufnahme

Die Anwendung, die der Gast bedient. Aus einem offenen Projekt, mit eigenen Ergänzungen.

2

Betriebssystem

Linux mit schreibgeschützter Systemplatte. Stromausfall macht ihr nichts aus.

3

Agent

Der Dienst, über den das Portal die Box erreicht. Ohne offenen Anschluss am Gerät.

4

Cloud

Bilder, Freigabelink und Album. Auf unserem Server oder auf Ihrem.

Schaubild: in der Mitte das Fotobox Portal, daran die Fotobox, die Fernwartung, die Veranstaltung, die Gestaltung, das Gästebuch und das Album.
Gerät, Veranstaltung, Gestaltung und Bilder laufen über ein Konto im Browser.
Aufnahme

Die Oberfläche an der Box

Alle Bilder auf dieser Seite kommen aus der laufenden Anwendung und nicht aus einer Zeichnung. Der Startbildschirm ist eine Vorlage aus dem Portal, die Beschriftungen sind die einer ausgelieferten Box. Die Aufnahmen darin sind eigene Bilder des Geräts, denn Bilder von Gästen zeigen wir nicht.

Startbildschirm der Fotobox mit dem Startbild der Veranstaltung und den Schaltflächen Einzelbild, Collage und Streifen

Der Startbildschirm. Drei Schaltflächen, mehr steht nicht darauf. Links oben die Galerie des Abends. Das Bild dahinter gehört zur Veranstaltung und wird aus dem Portal aufgespielt, samt Anlass und Datum.

Auswahl des Collage-Layouts an der Fotobox mit zwei Vorschaubildern
Aufnahmearten

Einzelbild, Collage oder Streifen

Das Einzelbild ist ein Druck. Die Collage setzt drei Aufnahmen auf ein Blatt im Querformat. Der Streifen stellt drei quadratische Aufnahmen untereinander und liefert aus einem Druckauftrag zwei gleiche Streifen von 5 mal 15 Zentimetern, einen für jeden.

Welche Aufteilung es wird, wählt der Gast an einer Vorschau. Wer nur eine Art anbieten will, lässt die anderen weg, dann steht auf dem Startbildschirm nur ein Knopf.

Ergebnisseite an der Fotobox mit Collage und den Schaltflächen Drucken, Bildfilter und Sticker
Nach dem Auslösen

Ansehen, bearbeiten, drucken

Nach der Aufnahme steht das Bild groß auf dem Schirm, im Rahmen, der für den Abend eingestellt ist. Darunter liegen die Wege weiter: noch eine Aufnahme, drucken, Bildfilter, Sticker.

Wer nichts tut, kehrt die Box von selbst zum Startbildschirm zurück. Die Zeit dafür ist einstellbar.

Die Aufnahmen in dieser und den folgenden Ansichten sind eigene Bilder des Geräts. Auf einer Box am Abend stehen dort die Gäste.

Stickerauswahl an der Fotobox mit zwölf Motiven neben dem Bild
Sticker

Zwölf Motive und ein Textfeld

Brillen, Hüte, Krone, Schnurrbart, Fliege, Tröte, Luftschlangen. Der Gast zieht ein Motiv ins Bild, verschiebt es, dreht es und zieht es größer. Dazu ein Textfeld für eine Zeile in Handschrift.

Gedruckt wird das bearbeitete Bild, das Original bleibt daneben liegen und geht unverändert in die Galerie. Die Motive sind austauschbar.

Bildfilter an der Fotobox als Vorschaukacheln neben dem Bild
Bildfilter

Bildfilter als Vorschaukacheln

Jeder Filter steht als Kachel daneben, mit dem eigenen Bild darin. Eine Liste aus Namen wie Antik oder Aqua sagt niemandem, was sie bewirkt, und bleibt deshalb unbenutzt.

Der Filter wirkt auf das Bild, das danach gedruckt wird. Verwerfen bringt das Ausgangsbild zurück.

Galerie an der Fotobox mit den Bildern des Abends als Kacheln
Galerie

Die Bilder des Abends an der Box

Alle Aufnahmen des Abends liegen als Kacheln an der Box. Ein Tippen zeigt eine groß, ein zweites druckt sie nach. Das ist der Weg für den Gast, der sein Bild liegen gelassen hat.

Ob die Galerie an der Box überhaupt erreichbar ist, entscheidet der Veranstalter. Auf manchen Abenden soll sie es nicht sein.

Einstellungen

Der Adminbereich der Box

Sprache, Zeiten, Rahmen, Layouts, Töne, Druck, Galerie, QR-Code. Er liegt hinter einem Passwort, und dieselben Werte stehen im Portal. Wer etwas ändern will, muss deshalb nicht am Gerät stehen.

Adminbereich der Fotobox, Abschnitt Bilder mit Countdown, Sticker, Filterkacheln und Rahmen

Der Abschnitt Bilder. Countdown, Rahmen, Sticker und die Filterkacheln stehen hier als Schalter, und die letzten beiden stammen von uns.

Herkunft

Die Anwendung kommt aus einem offenen Projekt

Auf der Box läuft Photobooth, ein freies Projekt unter der MIT-Lizenz. Begonnen von Andre Rinas, fortgeführt von Andreas Blaesius und der Gemeinschaft dahinter.

Wir schreiben das nicht selbst und geben es auch nicht als eigenes aus. Die Anwendung ist seit Jahren im Einsatz, in vielen Händen und an vielen Geräten geprüft. Eine Neuentwicklung sammelt im ersten Jahr weniger Erfahrung. Die Projektseite steht unter photoboothproject.github.io.

Unsere Ergänzungen liegen daneben, nicht darin

Der Streifen, die Sticker und die Filterkacheln oben stammen von uns. Sie liegen als zusätzliche Dateien in einem eigenen Ordner, keine Datei des Projekts ist geändert. Das kostet mehr Arbeit als ein schneller Eingriff an der richtigen Zeile, und deshalb kann eine Box ein Update des Projekts mitnehmen, statt bei dem Stand stehenzubleiben, auf dem sie ausgeliefert wurde.

Wie die Box aussieht und was auf dem Druck steht, ist damit ebenfalls kein fester Bestandteil: das steht unter Branding.

Betriebssystem

Die Systemplatte wird nicht beschrieben

Am Ende des Abends zieht jemand den Stecker. Ein Dateisystem, das in diesem Moment schreibt, nimmt Schaden. Darum schreibt unseres nicht.

Die Box fährt Raspberry Pi OS von einer NVMe. Das Wurzeldateisystem ist schreibgeschützt. Über ihm liegt eine Schicht im Arbeitsspeicher, und alles, was das laufende System schreibt, landet dort. Beim nächsten Start ist diese Schicht leer, und die Box startet in denselben Zustand wie beim letzten Mal. Ein halb geschriebenes Protokoll, eine zerlegte Paketdatenbank oder eine Einstellung, die jemand am Abend versehentlich verstellt hat, überleben den Neustart nicht.

Dauerhaft beschreibbar sind genau zwei Stellen. Die Bilderpartition, auf der die Aufnahmen des Abends liegen. Und eine kleine Partition für den Zustand, der einen Neustart überstehen muss: die Anmeldung im eigenen Netz und die Einstellungen des Agenten. Alles andere ist unveränderlich.

Ein neuer Stand kommt nicht dadurch auf die Box, dass jemand eine Datei ersetzt. Er wird in das Grundbild geschrieben, und erst der Neustart macht ihn wirksam. Der Weg ist umständlicher und dafür nachvollziehbar: zwei Boxen mit demselben Stand sind gleich.

Agent

Der Weg zwischen Box und Portal

Ein kleiner Dienst auf der Box, der alle 45 Sekunden sagt, wie es ihr geht, und entgegennimmt, was zu tun ist.

Zustand einer Box im Portal, gemeldet vom Agenten auf dem Gerät
Verbindung

Die Verbindung geht von der Box aus

Die Verbindung geht immer von der Box aus. Am Veranstaltungsort muss niemand einen Anschluss freigeben, niemand am Router etwas einstellen, und von außen ist an der Box kein offener Zugang zu finden. Sie meldet sich, und das Portal antwortet mit dem, was ansteht.

Deshalb funktioniert die Fernwartung auch im WLAN einer fremden Location und über Mobilfunk. Der Agent meldet dabei mit, welche Leitung er gerade nimmt.

Meldungen des Agenten

Kamera, Drucker, Papierstand, Bildzahl, Speicher, Netz und Signalstärke, Bildschirm, Sicherungsstick und den eigenen Stand. Dazu, was auf der Box im Protokoll steht.

Befehle des Agenten

Auslösen, Livebild holen, Anzeige neu laden, Dienste neu starten, Veranstaltung aufspielen, Bilder übertragen, Hotspot schalten, neu starten und herunterfahren. Jeder Auftrag meldet sein Ergebnis zurück.

Erneuerung des Agenten

Ein neues Paket kommt über denselben Weg. Stimmt die Prüfsumme nicht, wird es nicht ausgepackt. Erst wenn es sich übersetzen und laden lässt, wird es dauerhaft geschrieben. Startet der Dienst danach nicht, holt die Box drei Minuten später den vorherigen Stand zurück.

Cloud

Der Weg der Bilder in die Cloud

Die Bilder gehen während der Veranstaltung in die Cloud, laufend oder gesammelt am Ende.

Der Dienst holt die Bilder von der Box und legt sie in zwei Ordner: die fertigen Fotos und die Originale. Danach erzeugt er einen Freigabelink mit Passwort und Ablaufdatum, voreingestellt sind dreißig Tage. Der Link geht an den Veranstalter, mit einer Mail, die sich vorher ansehen lässt.

Wer den Link öffnet, sieht eine Bildergalerie und keine Dateiverwaltung. Kacheln mit vollständigen Vorschaubildern, ein Knopf zum Herunterladen, und die Möglichkeit, einzelne Bilder auszuwählen statt immer das ganze Paket zu nehmen.

Unsere Cloud

Nextcloud auf einem Server in Deutschland. Hundert Gigabyte je Konto sind enthalten und lassen sich erweitern. Auf Wunsch läuft das Album unter einer eigenen Adresse.

Ihre Cloud

Wer schon eine Nextcloud betreibt, trägt Adresse, Benutzer und ein App-Passwort ein, dann lädt das Portal dorthin. Die Bilder liegen damit von Anfang an bei Ihnen, und wir sehen sie nicht.

Der vierte Teil

Das Portal

Aufnahme, Betriebssystem und Agent liegen auf dem Gerät. Bedient wird von außen, im Browser: Zustand ablesen, auslösen, Veranstaltung aufspielen, Gestaltung ändern, Bilder übergeben.

Portal ansehen Technik ansehen